Und.. Der König ist verschuldet...man fällt auf einen italienischen Trickbetrüger rein,

besteuert Perücken, beim Tod Friedrichs 1713 findet sich am Schloss ein Spottzettel

Dieses Schloss ist zu vermieten und diese Residenz ist zu verkaufen“...

Fast alles genauso

wie heute......


Bedeutende Unternehmen wie Borsig, Siemens oder die AEG entstanden und führten dazu, dass Berlin bald als Industriestadt galt.

Damit einher ging auch der politische Aufstieg der Berliner Arbeiterbewegung, die sich zu einer der stärksten der Welt entwickelte.


Auf den Alten Fritz folgt sein Neffe Friedrich II „der dicke König“.


Bau des Brandenburger Tors durch Carl Gotthard Langhans.

Berliner Frühromantik“ mit den Dichtern Friedrich und August Wilhelm von Schlegel, Achim von Arnim und Heinrich von Kleist, Mozart wird gespielt.

Sein Sohn Friedrich Wilhelm II (ab 1797) wird durch seine Frau Königin Luise berühmt.

Ein Reisende beschriebt Berlins Anonymität (über 200.00 1792)

In Berlin kann einer mit einer Schellenkappe auf dem Kopf umherreiten, und man wird keine Notiz von ihm nehmen“.

Erste Salons entstehen.



Berliner Schnauze spricht noch heute französisch:


...entnommen aus dem Buch "Französisch im Berliner Jargon" von Ewald Harndt:


Zweemal bin ick mit se ums Karree carré) jelofen, da hatte ick de Neese pleng (nez, plein=voll).


Sei nicht so etepete (être peut-être = im Zweifel sein) und knall ihm mit Forsche (force=Kraft) eene

vor'n Deez (tête=Kopf).


Et is een wahret Jlück, det bei det Unjlück jlücklicherweise keen Maller (malheur) passiert.


Boutique (das Ladengeschäft) wird zu Budike,

estaminet (die kleine Gastwirtschaft) zu Stampe,

clameur (das Geschrei) zu Klamauk,

pleurer (weinen) zu plärren.

Polier ist abgeleitet von parlier, dem Sprecher oder Wortführer einer Arbeitskolonne. Être peut-être (im Zweifel sein) entwickelte sich zu etepetete, aus avec force (kraftvoll) wurde forsch.

Aus mocca faux (falscher Kaffee) wurde „Muckefuck“ – die hohen preußischen Importzölle auf Kaffee im 18. Jahrhundert veranlassten französische Gärtner, Zichorie an.


Viele Speisen wurden von den Franzosen importiert: Boulette = Fleischkügelchen, ragoût fin haben wir den Hugenotten zu verdanken und aus griebelettes, kleinen in Speck gebratenen Fleischstückchen wurde Griebenschmalz.

Des weiteren wurden französische Begriffe eingedeutscht: Püree, Karotten, Eclair, Filet, Frikassee, Kotelett, Omelett, Roulade

im weiteren Sprachgebrauch: Amusement, Canaille, Cousine, Couvert, Kommode, Malheur, Misère, Parterre, Pissoir, Portemonnaie, penibel, perdu, Rage, Salon, Skandal.


Der Ausdruck „Kinkerlitzchen“ entstand aus quincailleries (Kurzwaren, Kleinigkeiten).

“Zislaweng”, mit Schwung, kommt von ainsi cela vient = “so kommt das”, im Sinne von: Geschicklichkeit ist keine Hexerei

der “große Onkel” (großer Zeh am Fuß) kommt vom ongle, dem Nagel an der Zehe, Fußklaue

“blümerant” kommt von bleu mourant, ein sterbendes, blasses Blau mit dem Friedrich II. sein Porzellanservice verzieren ließ.

Friedrich II., der Alte Fritz

General Friedrich von Steuben

Carl Gotthard Langhans

Bärige Bärliner Zeitreise
von 1237 bis heuteLaRundgang_Baerliner_Zeitreise.html
Preußisches Königreich 1700-1870
Napoleon um 1800 (klaut die Quadriga)


LaRundgang_BZ6.html

Klick auf die Fotos führt zu den einzelnen Teddybären.